Internationaler Offener FAI-2 Hängegleiterwettbewerb sowie Nord- und Ostdeutsche Landesmeisterschaften HG in Niedergörsdorf – Altes Lager 27.7. bis 31.7.2009
ALTES LAGER – Mit internationaler Beteiligung finden in dieser Woche die German Flatlands für Hängegleiter statt. Insgesamt 32 Teilnehmer aus Deutschland, den Niederlanden, Österreich und Russland beteiligen sich an dem Wettbewerb. Ausrichter ist erneut der Drachenfliegerclub Berlin (DCB). Sein weiträumiges Areal auf dem ehemaligen Militärflugplatz bietet aus Sicht der Veranstalter sehr gute Wettkampfbedingungen. Die anzufliegenden Ziele werden täglich je nach Wetterlage festgelegt. Die Flugstrecke richtet sich dabei nach der Windrichtung. Bisher hatten wir beinahe ideale Flugbedingungen, erklärt Henry Maek, Vorsitzender des DCB. Die Wettkämpfe begannen am Montag und enden am Freitagabend mit der Siegerehrung. Das erste Ziel, das am Auftakttag erreicht werden musste, war der Sportflugplatz im 70 km entfernten Brandenburg an der Havel. Dienstag wurde als Zielort Hoyerswerda gewählt, 101 km entfernt von Altes Lager. Gestern ging es gut 115 km weit nach Kyritz. Eine besondere Schwierigkeit dabei war, dass der Ort Lüsse in einem Radius von nur 500 Metern als Wendepunkt angesteuert werden musste. Schummeln ist nicht drin. Die Flugdaten werden auf einem Flugschreiber exakt über GPS-Satelliten aufgezeichnet und anschließend ausgewertet, erklärte Wettkampfleiter Siegfried Prietz. Ansonsten können die Piloten mit ihren Hängegleitern die Strecke selbst bestimmen. Wichtig sei es, das Ziel überhaupt zu erreichen. Das gelang am Montag immerhin 18 Piloten. Zusätzlich gibt es Punkte für die Flugzeit. Für den Start können die Hängegleiterpiloten zwischen zwei Methoden wählen in die Luft zu gehen: im Schlepp eines Motordrachens oder gezogen vom 700 Meter langen Seil einer Motorwinde. Ist die vorgeschriebene Flughöhe von 600 Metern erreicht, wird das Seil ausgeklinkt. Dann gilt es, den richtigen Riecher zu haben und mittels GPS das Ziel anzusteuern. Beim Schlepp mit dem Motordrachen konnten die Piloten wählen. Entweder sportlich im Laufschritt die Tragflächen in den Wind bringen oder bequem auf einem dreirädrigen Karren liegend den Auftrieb erhaschen. Beim Start wird ganz schön gepokert, erklärte ein Teilnehmer verschmitzt lachend. Besonders begehrt sind die Aufstiege unmittelbar nach dem Start von Lukas Bader. Er ist derzeit Deutschlands bester Drachenflieger und Mitglied der Nationalmannschaft. Das hatte beim Flug nach Hoyerswerda auch Julia Kucherenko clever ausgenutzt und war dem erfahrenen Piloten immer ganz dicht auf den Fersen. Die junge Moskauerin ist die einzige Frau unter den Flatlands-Piloten. Ihr Diplom als Informationstechnikerin hat sie in der Tasche und ist jetzt auf der Suche nach einem Job. Am liebsten würde sie Profisportlerin werden. Seit 2005 frönt sie dieser Leidenschaft und gilt unter Kollegen als Talent. Mit ihrem Team kam sie gerade von einem internationalen Wettkampf in Spanien. Die German Flatlands finden keinesfalls hinter verschlossenen Toren statt. Besucher sind willkommen, sagt Henry Maek einladend. (Von H.-Dieter Kunze)
Am 28.02.09 fand unserer nun fast schon traditionelles Rettungsschirm – werfen und – packen in Zusammenarbeit mit Martin Ackermann von der Flugschule Fly-Magic, in der Columbiahalle in Tempelhof statt.
Begonnen wurde die Schulung von Martin mit einer Vorführung und einer ausführlichen Erklärung zum Selbstpacken eines Rettungsschirmes.
Wie wir sicher alle einmal gelernt haben, ist es wichtig, dass die Rettung wenigstens einmal im Jahr gelüftet und neu gepackt werden sollte, um ein Öffnen des Notschirmes zu ermöglichen. Und das sollte doch jedem Flieger wichtig sein.
Danach ging es ans Werk. Mit seinem Gurtzeug an die Seile gehängt, konnte sich nun jeder nach Herzenslust ordentlich an seiner Rettung austoben.
Wann kann man schon mal so ungezwungen seine Rettung werfen und dabei an seiner Wurftechnik feilen, wenn nicht hier. Und so dachten wohl auch die 28 Teilnehmer, die sichtlich Spaß an dieser Übung hatten.
Einmal geworfen, gab es nun kein zurück mehr, jetzt musste wieder selbst gepackt werden und die Schirme mussten ordentlich in die jeweiligen Container verstaut werden. Mit oder ohne Martins und Sebastians Hilfe, geschah dieses dann in einer 2er oder 3er Gruppe.
Als krönenden Abschluss konnte man sich, wenn man wollte, an Torstens vorbereiteten Buffet stärken, dass mit einer geringer Kostenbeteiligung reichlich und lecker war.
Danke Martin und Torsten,
geschrieben von Manja
Mentales Vorbereitungstraining für die Saison 2009, auf Streckenflugmoeglichkeiten im Alten Lager mit dem Gleitschirm
Am 16. Januar 2009 fand im Poseidon in Berlin ein Workshop zum Thema “Mentales Vorbereitungstraining fuer die Saison 2009 – Streckenfliegen im Alten Lager mit dem Gleitschirm” statt. Ambition diesen Workshop zu veranstalten war, dass wir zwar alle wissen, dass man am Ende nur in der Praxis lernen kann, aber eine theoretische Vorbereitung unverzichtbar ist , um nicht planlos umherzukurven und unnötig viele Misserfolge einzustecken.
Jeder Pilot weiss, dass es kaum etwas praktischeres gibt, als eine gute Theorie. So entwickelte sich die Idee einen vereinsinternen Erfahrungsaustausch zu organisieren von erfahrenen Streckenpiloten mit ambitionierten Gleitschirmfliegern , denen es noch an Erfahrung mangelt bis hin zu solchen, die mit ihren bisherigen Ergebnissen noch unzufrieden sind. Die Resonanz war enorm. Es haben sich viele Piloten angemeldet. Bis auf 2 Ausnahmen sind auch alle, die sich gemeldet hatten, erschienen. Zur Einführung hielt Claus Gerhard seinen Vortrag zum Thema Flachlandfugtipps aus dem Alten Lager”, der uns auf das Thema des Workshops einstimmte. Anschliessend ging Udo Reimann kurz auf das Thema “Lufträume” ein, insbesonders im Hinblick auf die neue Luftraumstruktur im Alten Lager ab März 2009. (Weitere Infos dazu sind demnächst in einem Seminar über die neuen Luftraumregelungen und anschließend auf unserer Website zu entnehmen !!!) Egal wohin man geht, in welcher Gegend auch immer man sich befindet, wissen wir als Gleitschirmpilot, dass die Erfahrungen der “Locals” kein Lehrbuch ersetzen kann. Deshalb war es von grundlegender Bedeutung, dass sich drei unserer, inzwischen zahlreichen, vereinsangehörigen Streckenflugcracks zur Verfügung gestellt hatten Frage – Antwort zu stehen. Ohne Viktor Milzin, Rene Pauly und Hagen Walter hätte die Veranstaltung als Workshop nicht stattfinden können. Es kam zu einem regen Austausch, bei dem u.a. Fragen beantwortet wurden wie:
wann sich vom Platz lösen, wann, wie, welche Wolke anfliegen, wann auch mal zurück oder quer zum Wind fliegen
… was fliegt Ihr an, merkt Ihr Euch “Hausbärte”, ab welcher Höhe fliegt Ihr nach Bodenmerkmalen, Bartsuche gegen Wind oder lieber mit Wind …
wann entscheidet ihr euch für Dreiecksflüge oder gerade Strecke? bei der der Flugplanung? Erst in der Luft? Wie sieht Euere Flugplanung aus?
Die Antworten zeigten, dass jeder Pilot unterschiedliche Herangehensweisen an die XC-Fliegerei hat. Als Beispiele haben wir Strecken besprochen, die im Sommer 2008 von drei anwesenden Piloten bei Westwind geflogen wurden und eine Strecke bei Ostwind im Juli 2008. Als Organisatorin dieses workshops mochte ich folgendes Statement unseres Vereinspiloten Lothar George weiterleiten, weil ich mich dieser Ansicht anschliesse:
“Ich bemühe mich eigentlich immer, sehr genau hinzuhören, wenn erfolgreiche Piloten von ihren “Heldentaten” berichten. Das hat mir sehr geholfen, schon in meiner ersten Saison ganz nette Flüge hinzubekommen. Der Workshop war eine sehr konzentrierte Form solchen Erfahrungsaustausches. Wer als Pilot offen ist, von Cracks zu lernen, dem kann ich nur empfehlen, als Helfer während der Wettkämpfe am Platz Altes Lager mitzutun. Das macht Laune, hilft dem Verein und ist Workshop der speziellen Art.”
Deutsche Meisterschaft in Hängegleiten / Hanggliding vom 18. August bis 23. August 2008 in Niedergörsdorf – Altes Lager
Die Gewinner der German Open 2008 Starrflügler (Rigid Wings): 1. Primoz Gricar 2. Toni Raumauf 3. Dirk Ripkens Endergebnis German Open FAI5
Dirk Ripkens, Primoz Gricar und Toni Raumauf. Die Gewinner der Deutschen Meisterschaft 2008
Die Gewinner der Deutschen Meisterschaft 2008 Starrflügler (rigid wings): 1. Primoz Gricar 2. Dieter Müglich 3. Tim Grabowski Endergebnis Deutsche Meisterschaft FAI5
Dieter Müglich, Primoz Gricar und Tim Grabowski Die Gewinner der German Open 2008
und der Deutschen Meisterschaft 2008 Flex Wings FAI1: 1. Roland Wöhrle 2. Oliver Barthelmes 3. Hans Kiefinger Beste Dame und Deutsche Meisterin: Corinna Schwiegershausen Endergebnis Deutsche Meisterschaft FAI1
Corinna Schwiegershausen, Oliver Barthelmes, Roland Wöhrle und Hans Kiefinger
< Oli Auch Lukas Bader ist gelandet. Christoph Kratzner wird gleich seinen Drachen noch einmal vermessen. < Lukas Corinna Schwiegershausen kommt als erste der Flexis ins Ziel, danach Oliver Barthelmes und Hans Kiefinger
< Gute Helfer von Corinna Toni Raumauf ist der erst Starre im Ziel, gefolgt von Primoz Gricar, Tim Grabowski, Rob van Rjnbach und Dieter Müglich.
< Toni aus Tirol Das ganze Feld ist unterwegs, jetzt ist erst einmal durchatmen angesagt.
< Startvorbereitung Seit 12:10 werden die Piloten nach oben gezogen. Schöne Cumulanten am Himmel, aber auch Stellen mit Cirren und Stratusfeldern werden die Aufgabe interessant werden lassen.
< Hans war gestern der schnellste Flexible Über uns Cirren, im Süden übergehend zu Stratus, läßt die Pilotensprecher nicht davon abhalten ein Zielrück ins 41 km entfernte Gollsen auszuschreiben. In der Gesamtwertung der Flexiblen führt Roland Wöhrle, gefolgt Oliver Barthelmes und Elio Cataldi, bei den Starren führt Primoz Gricar vor Dieter Müglich und Dirk Ripkens.
< Roland kann sich noch nicht zurücklehnen Christoph Kratzner und Andreas Schmidler haben fast alle Geräte auf ausreichendes Pitch überprüft. Drei Geräte (alles Laminar Z9) waren ohne Beanstandung, viele Geräte entsprachen nicht mehr den Gütesiegelanforderungen und sechs Geräte waren extrem vertrimmt. Die Piloten haben Ihren Schränkungsanschläge neu einstellen dürfen und wurden dann erneut überprüft.
< Christoph mißt Die letzten Piloten waren heute um ein Uhr zurück, deshalb das Ergebniss erst jetzt. Robert Bernat (Gleitschirm) versuchte sich gestern an der Wettbewerbsaufgabe und konnte auch ins Ziel fliegen.
Drei Flex-Piloten sind noch auf dem Weg zurück, es wird noch etwas dauern. Die Starren sind alle zurück. Schnellster im Ziel war Primoz, gefolgt von Toni Raumauf und Dieter Müglich.
< raus aus dem Dolly Lukas Bader, Jörg Heinzelmann, Jürgen Rüdinger, Dirk Ripkens, Rob van Rjnbach, Sven Mühlberg und Martin Ackermann gesellten sich zur Landeplatzfete
< Der Europameister Elio Cataldi am kurbeln Auch Dieter Müglich, Primoz Gricar, Tim Grabowski und Corinna Schwiegershausen stehen im Ziel.
< Rotax und BMW Power auf der Runway Aus dem Ziel melden sich Konrad Lüders, Oliver Barthelmes, Toni Raumauf, Roland Wöhrle, Hans Kiefinger Elio Cataldi, Jörg Bajewski, Richi Liebig und Bernd Sommermeier. Bernd Otterpohl steht 12km vor dem Ziel.
< Ob Corinna schon da ist? Der Platz ist fast leer, nur ein paar Wiederstarter versuchen noch in die Luft zu kommen. Die Basis ist zwar nur 1500m hoch, doch es stehen einige Wolkenstraßen in Richtung Osten. Vor dem Start wurden die Drachen von Oli, Andre und Lukas auf genügend Pitch überprüft.
< Christoph am messen. Sonniges Rückseitenwetter, die Pilotensprecher haben es heute eilig. Sie haben sich für einen Zielflug nach Wellnitz entschieden. Das Ziel ist 117km entfernt, liegt am Zufluß der Neiße in die Oder.
< endlich Sonne
20.08.2008
Zur Fete spielt Blues Rudi auf. Der Schlachter aus Malterhausen hat wieder einmal ein Spanferkel gebraten. Vorher war der RBB für TV-Aufnahmen am Platz. Der Bericht wurde in der heutigen Abendschau gesendet.
< Blues Rudi Der Wind hat nicht abgenommen, der Tag wird auch für die Starren abesagt. Vieleicht können wir noch frei fliegen und dem Fernsehen (RBB) ein paar Bilder für die Liveschalte heute Abend liefern. Der Protest gegen den ersten Task der Flexiblen wurde abgelehnt.
Offizielle Tageswertung 1.Tag Flexibel < Das Schleppteam Auch heute bläst es gewaltig, in Böen haben wir Windspitzen von 50 km/h. Die Flexiblen haben wir heute gecancelt, für die Starren gibt es das nächste Briefing um 13:30h. Vieleicht nimmt der Wind noch etwas ab. Heute Abend findet die Fliegerparty statt, Gäste sind wie immer willkommen.
< Olli am kurbeln
19.08.2008
Gegen den Task der Flexiblen gestern ist Protest eingelegt worden, der jetzt von der Jury behandelt wird. Grund waren die Startbedingungen mit starken Seitenwind. Einige Piloten nutzten den freien Tag um die Gegend zu erkunden. Interessant war der Besuch der ehemaligen Fliegertechnischen Hochschule.
< Russisches Wandgemäde Der Wetterbericht spricht von 100km/h Wind in 3000m Höhe. Deshalb wird der heutige Tag gecancelt.
Akira aus JP hatte gestern Pech: Sein nach der Außenlandung abgestelltes Equipment wurde von Dieben durchsucht und ihm Helm und Funkgerät entwendet. Die Piloten haben für ihn etwas gesammelt, vieleicht wird es ihn über den Verlust hinwegtrösten.
< Solidarität
18.08.2008
Nur Dirk, Primoz und Hans sind ins Ziel geflogen. Die Auswertung läuft noch, in 30 min werden wir die Ergebnisse haben.
< Auswerterbüro Einige Piloten melden sich von der Strecke, doch es sind auch welche ins Ziel geflogen. Dirk Ripkens und Primoz Gricar stehen im Ziel, Hans Kiefinger ist gerade im Landeanflug. < Startleiter Micha Mittlerweile sind die Starren alle gestartet und versuchen bei nicht einfachen Bedingungen Höhe zu machen. Die Flexis, die heute als zweite Gruppe starten, haben es mit dem starken Seitenwind am Startplatz auch nicht gerade einfach. < Startvorbereitung Nördlich von uns zieht eine Störung vorbei, vorhin regnete es ein wenig. Langsam frißt sich die Sonne durch die Wolkendecke. Die Pilotensprecher entscheiden sich gerade zu der 52 km entfernt liegenden Cargolifter-Halle zu fliegen. Vermutlich wird das Startfenster um 14:00h geöffnet werden.
< Das Auditorium Wir treffen uns zum ersten Briefing, Dieter macht uns mit den Eigenheiten des Platzes und mit den Lufträumen der Umgebung vertraut.
< Dieter beim ersten Briefing
17.08.2008
Einige Piloten sind schon angereist und nutzen das gute Wetter aus. Die Basis liegt bei 1800m.
< Blick vom Flachbau Richtung Ost
16.08.2008 + 17.08.2008
Martin Ackermann bietet am Wochenende den Piloten, die keine UL-Schleppstartberechtigung haben, eine Einweisung in der Startart UL-Schlepp an. Am Samstag Abend die Theorie dazu.
< Martin (nach dem Fliegen)
15.08.2008
Peter ist bei der letzten Vorbereitungen. Er hofft auf gutes Flugwetter und schöne Flüge
< Peter bei der Werkstattarbeit
14.08.2008
Akira aus Japan trifft in Altes Lager ein. Von den UK Open in Frankreich haben ihn Dänische Piloten bis nach Hannover mitgenommen. Für die restliche Strecke konnte er von Henry mitgenommen werden.
Internationaler Offener FAI-2 Hängegleiterwettbewerb sowie Nord- und Ostdeutsche Landesmeisterschaften HG in Niedergörsdorf – Altes Lager 21. – 25. Juli 2008
Nach einen aufregenden Tag und Willi´s köstlichen Chili con Carne findet die Siegerwertung statt. Bei den Flexiblen gewinnt Steffen Hertling, vor Konrad Lüders und Lukas Bader. Bei den Starren belegt der amtierende Senioren Weltmeister Helmut Wilms den ersten Platz, zweiter wird Peter Friedmann und dritter Klaus-Peter Langhans. < Steffen und Helmut Nur Peter Friedemann (mit ATOS VR) konnte das Ziel erreichen.
< Helmut und Peter (kann schon wieder lachen) Leider gab es bei uns heute einen Flugunfall: Nach Bruch der Sollbruchstelle durch starke Turbulenzen im Abflug und zu geringer Höhe fürs Abfangen verletzte sich ein Pilot im Schulter – Armbereich. Die Rettungskette funktionierte einwandfrei. Den heutigen Durchgang haben wir gecancelt. Wir liegen wieder an einer Luftmassengrenze. Im Norden haben wir blauen Himmel, vom Süden schiebt sich Stratusbewölkung heran. Die Piloten wollen ins 81 km entfernte Schönebeck fliegen. < Steffen demonstriert seine CW-Tricks Strahlendend blauer Himmel, alle Piloten sind gespannt auf eine schöne Aufgabe. Leicht verschlafen liefere ich die Ergebnisse von gestern. < Hans aus HH
[uid [423]] 24.07.2008
Seniorenweltmeister Helmut Wilms und Steffen Hertling haben sich aus dem Ziel gemeldet. < Seniorenweltmeister Helmut Wilms Nicht alle Piloten haben die guten Bedingungen nutzen können. Sie warten jetzt bei abgeschatteten Himmel auf Aufhellungen. Einige Piloten haben sich nach Außengelandung zurückgemeldet, die meisten aus dem Gebiet von Wittenberg. Lukas war zu spät dran und steht noch am Start.
< Mischa hilft am Start Die Abschirmung wird geringer, erste CU bauen sich zögerlich auf. Die meisten Piloten warten ab. Die Startbedingungen sind wegen dem nördlichen Wind nicht optimal, die Bäume nördlich des Platzes sorgen für Verwirbelungen.
< Mike, erster Starter Im Westen Hochdruck, im Osten ein abziehendes Tief, über uns ein blauer Himmel mit Stratusfetzen. Wie sich das Wetter genau entwickeln wird, ist noch nicht genau vorhersehbar. Die Pilotensprecher haben sich entschieden zum Flugplatz Köthen zu fliegen, das sind 77 km. Start ab 11:30h.
< Briefing
23.07.2008
Ins Ziel ist heute keiner gekommen, die Aufgabe war gegen den Wind doch zu optmistisch gesetzt. Steffen Hertling konnte die weiteste Flugstrecke erfliegen. Außer Konkurenz versuchte sich auch Robert Bernat an der Aufgabe, seine Leistungen waren heute unschlagbar.
< Warten aufs Trike Lukas ist zurück von der Strecke und berichtet von schwacher Thermik und niedriger Basis. Bis zur ersten Wende in 22 km Entfernung brauchte er 6 Bärte. Leider war kurz danach Landen für ihn angesagt.
< Lukas am Start
22.07.2008
Der Wetterbericht verspricht für heute Nachmittag Wolkenauflösung und Sonnenschein. Wir warten ab. Heute Nachmittag ist nur freies Fliegen angesagt.
< Die Piloten warten auf Thermik
21.07.2008
Die Flatlands HG 2008 beginnen mit stürmischen Herbstwetter. An Fliegen ist heute nicht zu denken, der Wetterbericht für Mittwoch sieht aber sehr optimistisch aus.
Die Flatlands 2008 gewinnt Burkhard Martens vor Hans Bausenwein und Maurice Knur. Beste Dame ist Bettina Ebeling. < Maurice Knur, Burkhard Martens, Bettina Ebeling und Hans Bausenwein.
Die Landesmeisterschaft Ost gewinnt Maurice Knur vor Robert Bernat und Hagen Walter. < Hagen Walter, Maurice Knur und Robert Bernat.
Die Landesmeisterschaft Nord gewinnt Ralf Kopp vor Rolf Igelmann und Theo Schürholz. < Ralf Kopp und Theo Schürholz. Wolkenverhangener Himmel in Altes Lager. Wir werden um 12:30h Siegerehrung abhalten. < Camping
17.07.2008
Die Auswertung ist vorbei, das Kochen und GPS-auslesen zusammen war doch schon etwas stressig. Marcel hat sich gut als Assistent zum Kochen bewährt. Wir lassen den Tag ausklingen. Ob es morgen fliegbar ist, steht noch in den Sternen.
< Gaby ist neugierig auf das Gulasch Mitlerweile haben sich über 20 Piloten aus dem Ziel gemeldet, die Rückholer haben teilweise ihre Fahrzeuge überladen. Am Platz haben sich die Wolken ausgebreitet. Schade für die Helfer, die leider nicht mehr so gute Thermik vorfinden.
< Am Boden Das Schleppen und der Einstieg in die Thermik war wie Brötchenbacken. Die meisten Piloten sind unterwegs, Dieter Muenchmeyer hat sich sogar schon aus dem Ziel gemeldet.
< Start
Die meisten Piloten haben die Fete gestern Abend gut verkraftet. Der heutige Tag empfängt uns mit Sonne und kühler labiler Luft. Der Wind bläst mäßig aus West. Nach dem Wetter des gestrigen Tages kommt wieder Optimismus auf.
< Voodoo Zauber für Thermikwolken
16.07.2008
Der Schlachter aus Malterhausen hat gerade ein gebackenes Schwein angeliefert, der Vorstand des DCB Berlin spendete ein Faß Bier. Damit können wir den Abend gut gestalten. Als Band haben wir Blacksmith engagiert, es rockt ganz gut im Osten.
< Blacksmith Am heutigen Tag fand kein Wettbewerb statt. Die Kaltfront war zwar nicht kräftig, doch es regnet immer noch. Heute Abend findet die Fliegerparty statt. Schaun wir mal wie voll es wird.
< Torsten baut die Bühne auf
15.07.2008
Das Wetter war leider nicht mit uns, nach ca 90 min wurde das Startfenster geschlossen. Es wurde entschieden den heutigen Tag zu canceln, weil nicht alle Piloten die Chance hatten in die Luft zu kommen. < Torsten, Hans, Maurice und DR.Thomas Maurice: Nach Bruch der Sollbruchstelle in 500 m Höhe ging es gleich rasch an die Basis von ca 1200 m. Die erste Stecke musste ich etwas nach Thermik suchen, doch dann konnte ich eine Wolkenstraße erreichen. Darunter konnte ich den größten Teil der Strecke beschleunigt durchfliegen. 15km vor dem Ziel in 1300 m Höhe ging ich in den Endanflug, mein Ziel erreichte ich mit einer maximalen Groundspeed von 83km/h und einer Resthöhe von 100m. Schade das der heutige Tag nicht gewertet wird, doch schön was doch. < Maurice und Lisa
Hagen Walter, Manfred Welp und Hans Bausenwein haben sich aus dem Ziel gemeldet, Gaby kam zückgetrampt, einige Piloten haben sich außengelandet gemeldet. Wegen starken und böigen Wind ist das Startfenster vorübergehend geschlossen. Wir warten ab, wie sich das Wetter entwickelt. < Georg beim Schleppen
Bei geringer Thermik können einige Piloten aufdrehen. Burkhard Martens versuchte als erster abzufliegen, konnte keine weitere Thermik nutzen und kam zum Start zurückgelaufen. Ein erster Pulk, unter anderem mit Hans Bausenwein, ist abgeflogen. < Heiko am Start
Der Wettbericht sagt zunehmenden Wind voraus. Die Pilotensprecher haben sich deshalb schon in der Frühe zusammengesetzt und beim Briefing die Aufgabe verkündet. Es geht heute zum Schwimmbad von Paserin, 46km entfernt. < Briefing am Dienstag
14.07.2008
Hans Bausenwein ist heute am weitesten geflogen, leider mussste er 300m vor dem Ziel abdrehen, weil dieses nicht sicher zu erreichen war.
< Jetzt kann Hans feiern Gerade meldet sich Hans Bausenwein aus dem Ziel. Seine Frau ist unterwegs um ihn abzuholen. Die Auswertung läuft, Ergebnisse später.
< Windenfahrer im Einsatz Während viele Piloten noch den Einstieg in die Thermmik versuchen, warten Ralf Kopp, Maurice Knur und Burkard Martens 12km vor dem Ziel auf ihren Rückholer.
< Windenschlepp vor bedeckten Himmel Die Pilotensprecher haben sich zu einen Zielflug ins 52 km entfernte Luckau entschieden. Mit sechs Winden, auf drei Schleppstrecken, ziehen wir die Piloten hoch. Das Obenbleiben ist bei den jetztigen Bedingungen nicht einfach, hoffentlich trocknet es noch etwas ab. Die Basis, die jetzt bei ca 800 m liegt, soll im Laufe des Tages auf 1500 m ansteigen. < Willi von den Kraitalern am Nord-Start.
Der Stress des Einschreibens ist vorbei, die Piloten treffen sich zum ersten Briefing. Wolken bauen sich auf, vermutlich werden sie sich zu stark ausbreiten und die Thermik stören. < Beim ersten Briefing Der heutige Tag empfängt uns mit Sonnenschein und leichten Cirren am Himmel. Die Wiesen sind vom gestrigen Regen noch etwas feucht. Der Wetterbericht spricht von mässiger Thermik, der Wind könnte etwas kräftig ausfallen.
< Nebel am gestrigen Abend
13.07.2008
Das Wetter sieht heute nicht gut aus, einen Höhentrog zieht über Ostdeutschland, doch für morgen sieht es schon besser aus.
< Die ersten Gäste sind angereist, der Platz füllt sich langsam.
Seit Tagen bin ich aufgeregt. Ich schlafe unruhig, und meine Gedanken kreisen nur ums Drachenfliegen, denn für den 4. Mai haben die Meteorologen einen jener selten guten Flugtage mit starkem Wind versprochen. Einen Hammertag, an dem man mal wieder richtig weit fliegen, vielleicht sogar den deutschen Streckenrekord brechen könnte – obwohl mir das verwegen erscheint, denn der liegt bei stolzen 381 Kilometern! Gerd Langwald, der Champion aus Niedersachsen, hat ihn 2004 aufgestellt, als er bei Westwind fast bis an die polnische Grenze segelte. Gute bis sehr gute Wolkenthermik mit Basishöhen um 2000 Meter sind für Norddeutschland gemeldet. Nur Hannover sieht das etwas pessimistischer: Die Bärte seien zerrissen – eigentlich bei Windgeschwindigkeiten von 40 km/h nicht erstaunlich. Deshalb mischt sich in meine Vorfreude die Sorge, ob diese Thermik überhaupt für einen Drachenstreckenflug geeignet ist. Auf eine turbulente Achterbahnfahrt habe ich nämlich keine Lust.
Start mit Hindernissen
Gegen 12 Uhr stehe ich mit meinem Fliegerfreund Wolfgang 70 Kilometer südlich von Berlin in Altes Lager an der Startbahn und träume halbherzig von großen Taten. Die Gleitis sind bei dem Wind gar nicht erst rausgekommen. Lange Zeit bleibt der Himmel über uns blau, doch im Norden, entlang der Kiefernwälder des Fläming, hat sich längst eine Wolkenstraße gebildet. Herrje, wir sind mal wieder zu spät! Wolfgang möchte heute den Vortritt haben – bitte sehr, bei dem Wetter gerne. Dafür bekomme ich den Einstiegsbart gratis. Um 13 Uhr 59 mache ich drei Schritte hinter Peters UL und fliege, zunächst in verblüffend ruhiger Luft. Aber am Ende des Platzes lauern die Brecher: Ein starker Aufwind erfasst das Schlepp-Trike vor mir, reißt es hoch und zur Seite, das Seil hängt durch, und noch ehe ich korrigieren kann, stürzt der Flieger wieder aus dem Bart. Das Zugseil strafft sich mit einem Ruck – peng, ich schwebe mit gerissener Sollbruchstelle und meinem Seilrest in 400 Metern über der Kart-Bahn. Zum Glück kann ich die Thermik lokalisieren und – oh Wunder – auch zentrieren, sodass der Drachen langsam aber beständig steigt. Dabei ist die Windversetzung in Richtung Westen unübersehbar. Am Ende des Platzes sind 1500 Meter Höhe erreicht- auf geht´s nach Norden über den Wald zur Anschlussstelle der “Wolkenautobahn”! Die Reise beginnt unglaublich zügig. Die Fluginstrumente bestätigen: Der Wind bläst mit 35 km/h aus Ostsüdost, manchmal sogar noch stärker. Ein Blick zurück überrascht mich allerdings, denn Wolfgang landet gerade wieder. Im Handumdrehen überquere ich die Autobahn nach Leipzig, kurz danach die Grenze des Segelflugplatzes Lüsse. Bei der Wetterlage sollten eigentlich alle Streckenflieger am Himmel sein, doch ein Segler liegt in der Bahn, während der zweite gerade landet. Ein schlechtes Zeichen? – Mag sein, denn mein Drachen sinkt seit Minuten. Weit im Nordwesten stehen die thermikverdächtigen Wolken, die ich brauche, aber der Weg dorthin wird elend lang. Erst direkt unter einem Wolkenberg finde ich in 500 Metern den rettenden Aufwind – große Erleichterung! Nun geht es entspannter in Richtung Elbe. Mein Blick wird frei für die leuchtenden Farben der Natur. Es grünt überall zwischen den Kiefernwäldern der Mark Brandenburg. Rote Ziegeldächer ragen gelegentlich daraus hervor. Auch die verlassenen Manövergelände wirken freundlicher als sonst.
Wie im Zeitraffer
Schon kreuze ich bei Ziesar die Hannover-Autobahn und ziele auf den Militärflugplatz Mahlwinkel, dessen Überreste am anderen Elbufer langsam verfallen. Nördlich von Burg drehe ich hoch auf 2300 Meter für den Sprung über den Fluss – heute ein Kinderspiel! Allerdings gibt es jetzt häufiger große Wolkenlöcher, die mir den Kurs diktieren. Die Sicht ist etwas schlechter geworden, die Thermik dagegen nicht, lediglich die Höhe der Wolkenbasis hat abgenommen. Manchmal gerate ich ziemlich tief, dann scheint der Flug zu ende zu sein, aber jedes Mal taucht ein Bart auf, der mir wieder Basishöhe bringt. Gegen die nachlassende Konzentration schiebe ich einen halben Apfel zwischen die Zähne – das tut gut. Links in der Ferne dürfte Wolfsburg liegen, aber das ist mehr eine Ahnung als Gewissheit. Schon entdecke ich rechts im Wald die Rennstrecke des VW-Konzerns. Überflug verboten, denn dort werden Testprogramme gefahren, die kein Unbefugter – auch nicht aus der Luft – beobachten darf! Hinter dem Elbe-Seitenkanal muss ich eine Entscheidung treffen, weil die Manövergebiete der Lüneburger Heide und der Militärflugplatz Fassberg genau auf Windkurs liegen. Zuerst will ich nördlich vorbei, aber der große Wald vor mir beeindruckt mich derart, dass ich lieber die südliche Route nehme. Dort liegen allerdings ausgedehnte Feuchtgebiete, weshalb ich mich nicht weit genug herantraue – mit dem Ergebnis, dass mein “Exxtacy” dem riesigen Übungsplatz von Bergen verdammt nahe kommt. Zum Glück haben die Soldaten um 18 Uhr Feierabend. Hier unterhielten die Nazis einst ein großes KZ. Heute erinnert ein Mahnmal an die Ermordeten.
Etwas zu früh gefreut
Ich strebe dem Autobahndreieck Walsrode zu. Unter den Wolken gleitet der Drachen wunderbar dahin, verliert minutenlang keine Höhe und ich spüre, dass der Wind genau nach Bremen bläst. Mühelos überhole ich jeden LKW auf der Autobahn unter mir – ein tolles Gefühl! Bei Verden muss ich auf Westkurs gehen – wegen des Bremer Airports. Die Flughöhe nimmt stetig ab, dabei schiebt der Wind den Drachen unerbittlich vorwärts: Jede Landemöglichkeit, die ich ins Visier nehme, ist wenige Minuten später schon wieder überflogen. Schnell noch die zweite Apfelhälfte – wegen der Konzentration, dann sehe ich ein riesiges, frei angeströmtes Feld – Bilderbuchlandung. Unglaublich: Mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 64 km/h habe ich in knapp 5 Stunden 307 Flugkilometer zurückgelegt. Eine Stunde früher gestartet, und es wäre ein Rekordflug geworden! Claus Gerhard
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